Dialogforum mit Nkechinyere Mbakwe: Nollywood – Reiner Kommerz oder Heilung des kolonialen Traumas?
DI, 17. Juli 2012, 19 Uhr, GLS Sprachenzentrum
Am Dienstag, den 17. Juli 2012 um 19 Uhr lädt AfricAvenir zum Dialogforum mit Dr. phil. Nkechinyere Mbakwe zum Thema “Nollywood – Reiner Kommerz oder Heilung des kolonialen Traumas?” ins GLS Sprachenzentrum. Die Autorin des von AfricAvenir herausgebrachten Werks “Nollywood – Trauma und Heilung” ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am weltweit ersten Nollywoodforschungszentrum an der Pan-African University, School of Media and Communication in Lagos und der Auffassung, dass Nollywood durch die Schaffung und effiziente Verbreitung von eigenen Bildern entscheidend zur Heilung des kolonialen Traumas und zur Herausbildung eines panafrikanischen Selbstverständnisses beiträgt.
GLS Sprachenzentrum, Kastanienallee 82, 10435 Berlin Prenzlauer Berg (U 2 Eberswalder Str. / U 8 Rosenthaler Platz / M1 Schwedter Str.), Eintritt gegen Spende.
World Premiere of the English version: „Cameroon – Autopsy of an Independence“, a documentary about the secret colonial war by France in Cameroon, SAT, 28 July 2012, 19h, Goethe-Centre Windhoek
On Saturday, 28 July 2012 at 7 pm AfricAvenir invites to the Namibian Premiere of the documentary „Cameroon – Autopsy of an Independence“ (Original with English subtitles, France/Cameroon, 2008, 54 min) by Valérie Osouf and Gaelle Le Roy. It is at the same time the World Premiere of the English subtitled version of the film! The 54-minute long historical documentary is a groundbreaking milestone in the remembrance of one of the most brutal episodes of French colonial history: the secret war against the Independence movement and party, the UPC (Union of the Peoples of Cameroon). In this secret war, the leaders of the party were systematically assassinated alongside ten percent of the Cameroonian population. In this 2008 documentary, eye witnesses from both sides of the events speak out, while the archive material in France was declared a state secret for still 120 years to come. Les Inrockuptibles wrote: “The true account of Colonialism begins!”
Attention: New venue! The screening series „African Perspectives“ has moved its venue. From now on, the series takes place at the Goethe-Centre Windhoek, Fidel Castro Str. 1-5, Windhoek.
OPEN AIR KINO: „WWW – What a Wonderful World” (OmU) der Kultfilm von Faouzi Bensaïdi (Marokko), am Donnerstag, 2. August 2012 um 21:15 Uhr im Freiluftkino Hasenheide
Am Donnerstag, 2. August 2012 um 21:15 Uhr lädt AfricAvenir in Kooperation mit Planète Métis ins Freiluftkino Hasenheide zur Vorführung des postmodernen und poetischen Kultfilms „WWW – What a Wonderful World“ des marokkanischen Regisseurs Faouzi Bensaïdi. Durchdrungen von politischem Symbolismus erzählt der Film die Geschichte eines Auftragskillers, der sich in eine Polizistin verliebt. „WWW – What a Wonderful World“ ist ein durch und durch moderner Film, burlesk im Spiel, schräg in der Bildkomposition, witzig und kühn. Mit Nezha Rahil und Faouzi Bensaïdi, einem großartigen Liebespaar. Günter H. Jekubzik von Programmkino schreibt: „Kino vom Besten, fantasiereich und poetisch, mit originellen Bildern erzählt, modern, frech, witzig. Der Film des Marokkaners Faouzi Bensaïdi ist eine einzigartige Entdeckung des Weltkinos“, und Le Nouvel Observateur: „Das Kino eines Poeten und Visionärs“.
Dialogforum mit dem angolanischen Künstler Yonamine: “Mashing Up the Archive: Reichsparteitagsgelände”, DO, 23. August 2012, 19 Uhr, Galerie Listros
Am Donnerstag, 23. August 2012 um 19 Uhr laden AfricAvenir, Listros und das Iwalewa-Haus Bayreuth zum Dialogforum mit dem angolanischen Künstler Yonamine zum Thema “Mashing Up the Archive: Reichsparteitagsgelände” in die Galerie Listros. Yonamine wurde 1975 in Luanda geboren und lebte in Angola, der DR Kongo, Brasilien, Großbritannien und Portugal. Seine Rauminstallationen und Videoarbeiten setzen sich mit der angolanischen Geschichte auseinander, sind aber zugleich auch inspiriert von populärer Kultur und Pop-Art. Die Archäologie der Bilder aus dem kollektiven Archiv wird gebrochen von ironischen Kommentaren auf die Gegenwart Afrikas im Spiel mit dessen Ikonen und Heldenfiguren. Zur Zeit ist er artist in residence am Iwalewa-Haus, und arbeitet an seinem Projekt ‘Reichsparteitagsgelände’. “As a whole, we might term the works by Yonamine (b. 1975) as diaries or even archaeologies. On time, on the past and the present (on the re-invented, re-updated), on life. His and that of the world…” Carla Ultra Mendes, 2009.
Im Gespräch mit Nadine Siegert, Leiterin des Iwalewa-Hauses.
Veranstaltung in englischer Sprache.
Eintritt: 3€
Ort: Galerie Listros, Kurfürstenstr. 33, 10785 Berlin
U1 Kurfürstenstraße | U2 Bülowstraße | Bus M19, M48, M85
Vorführung des Oscar nominierten Spielfilms „Beauty – Skoonheid“ von Oliver Hermanus (Südafrika), am Sonntag 16. September 2012 um 17 Uhr, Hackesche Höfe Kino
Am Sonntag, den 16. September 2012 um 17 Uhr lädt AfricAvenir zur Vorführung des vielfach ausgezeichneten und Oscar-nominierten Spielfilms „Beauty – Skoonheid“ des gefeierten südafrikanischen Regisseurs Olivier Hermanus ins Hackesche Höfe Kino. Die Geschichte eines weißen, Afrikaans sprechenden südafrikanischen Familienvaters, dessen unterdrückte Homosexualität sich mit unbändiger Wucht und Leidenschaft bahnbricht, als er den 20 Jahre jüngeren Christian nach Jahren wieder trifft, ist gleichzeitig eine scharfsinnige Analyse der gegenwärtigen Transformationsprozesse in der südafrikanischen Gesellschaft. “Beauty ist ein eindringliches Drama mit der Atmosphäre eines brillanten Psycho-Thrillers. Grausam und zärtlich, alles zur selben Zeit! Ein kleines Juwel das fesselt, hervorragend besetzt und hervorragend geschrieben.” (omegabetazeta.de). Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Publikumsgespräch mit Sherlock Fortuin, der in Bern zu „Queer Studies“ forscht.
Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der Aktion Afrika des Auswärtigen Amts und in Kooperation mit dem PRO-FUN MEDIA Filmverleih statt.